IoT-Suchmaschinen

IoT-Suchmaschinen

Shodan, Censys und Co.: Wisst ihr eigentlich wie exponiert die eigene IT-Infrastrukur wirklich ist?

IoT-Suchmaschinen durchsuchen kontinuierlich das gesamte Internet und katalogisieren sämtliche, erreichbaren Geräte: Webserver, Mailserver, Router, Firewalls, Kameras und vieles mehr.

Für Sicherheitsteams sind das wertvolle Werkzeuge zur eigenen Angriffsflächen-Analyse. Für Angreifer sind diese mindestens genauso wertvoll - nur andersherum.

Warum das ein echtes Risiko ist:

👉 Automatisiertes Scannen macht Verstecken unmöglich. Jedes offene System wird gefunden und anhand seiner Signatur indiziert.

👉 Bekannte Schwachstellen in exponierten Geräten sind leichte Beute. Wird eine CVE veröffentlicht, hat man in wenigen Minuten eine Liste mit betroffenen, öffentlich erreichbaren Geräten.

👉 Fehlkonfigurationen werden sofort sichtbar. Offene Admin-Interfaces, Default-Logins, ungepatchte Firmware - all das lässt sich gezielt filtern, ganz ohne eigenen Scanning.

Und was sollte man daraus mitnehmen?

✅ Regelmäßig die eigene Angriffsfläche prüfen - bevor es jemand anderes tut.

✅ Management-Interfaces grundsätzlich nicht öffentlich stellen.

✅ Patch-Management konsequent umsetzen.

✅ Default-Zugangsdaten sowie Standard-Ports konsequent ändern.

Die unbequeme Wahrheit ist: Wenn Dein System über eine IoT-Suchmaschine auffindbar ist, weißt das nicht nur Du - sondern auch jeder andere, der danach sucht.

Wir helfen Ihnen diese Werkzeuge effektiv als Teil des Security-Monitorings zu verwenden.

GeoIP-Filterung

GeoIP-Filterung

Du erlaubst uneingeschränkten Zugriff vom Internet auf Deine internen Systeme? Dabei ist das oftmals doch gar nicht nötig.

Mit GeoIP-Filterung lässt sich der Zugriff auf Deine Infrastruktur länderbasiert einschränken - und das bringt gleich mehrere Vorteile:

✅ Angriffsfläche reduzieren: Blockiere Regionen, aus denen keine echten Verbindungen kommen.

⚙️ Weniger Belastung: Durch weniger Traffic reduzierst Du den Analyseaufwand Deiner Filtersysteme. Das spart Ressourcen, Bandbreite und reduziert die Anzahl der Alarme.

⛔ Gefahrenquellen sperren: Viele automatisierte Angriffe kommen aus Regionen, mit denen Du nie interagierst.

GeoIP ist kein Allheilmittel - VPNs und Umleitungen können diesen Filter umgehen. Aber als zusätzlicher Layer ist es eine der effizientesten Maßnahmen um Deine Firewall weiter zu härten.

Wie nutzt ihr GeoIP in Euren Firewalls - restriktiv oder nur für bestimmte Dienste?

#Firewall #GeoIP #CyberSecurity #OPNsense #ITSecurity #NetworkDefense #Automation

GeoIP-Filter sind in OPNsense super integriert, die Konfiguration ist sehr einfach. Ein guter Ausgangspunkt bietet ein Blick ins Handbuch unter https://docs.opnsense.org/manual/aliases.html#geoip oder sprechen Sie uns einfach an.

Steffen Schoch
dsb IT-Servcies GmbH
OPNsense pfStates

OPNsense pfStates

Viele Admins überwachen bei ihren Firewalls CPU, RAM, Traffic - und übersehen den wichtigsten Frühindikator für Firewall-Stabilität, nämlich die Anzahl der gerade aktiven Verbindungen. Das sind die pfStates.

👉 Sobald die State-Table voll ist, werden neue Verbindungen sofort verworfen. Es gibt kein "es wird langsam", das führt zu sofortigem Stillstand.

👉 VPN, Webanwendungen, einfach alles: Die Stabilität hängt unmittelbar an der State-Table.

👉 Jeder State benötigt Ressourcen und hat somit direkten Einfluss auf die Performance der Firewall.

👉 Ein sprunghafter Anstieg weist oft auf DDoS, Botnetze, Routing Loops oder fehlerhafte Dienste hin.

Wer OPNsense produktiv betreibt, sollte die pfStates immer im Monitoring haben. Sie zeigen viel schneller als jede Logdatei, wie gesund Deine Firewall wirklich ist.

Und was überwachst Du bei Deiner Firewall?

Sinnvolles „allow any“

Sinnvolles „allow any“

Sofern ich einen eigenen E-Mail-Server betreibe, habe ich in meiner Firewall eine Regel stehen, die besagt, dass jeder da draußen an meinen E-Mail-Server eine Mail senden darf. Aber nur E-Mail. Das ist ja schließlich kein Webserver und auch kein Datenbankserver. So sind Firewallregeln nun mal, dies ist so allgemein üblich.

Aber warum eigentlich? Wirklich „jeder“ darf an mich E-Mails senden? Und das „jeder“ kann an vielen Stellen hinterfragt werden: Man betreibt einen Webshop ausschließlich für den deutschsprachigen oder vielleicht sogar den europäischen Markt. Warum sollte jemand am anderen Ende der Welt diesen Shop besuchen wollen? Und selbst wenn man für die zu betrachtende Webanwendung keine solchen Einschränkungen treffen kann, dann sollte man trotzdem „jeder“ kritisch hinterfragen.

Zum einen sollte man den Bereich der „Bogon“ Adressen ausschließen. Das sind Adressen, die im Internet an niemanden vergeben wurden und welche für Firewalls häufig um die Bereiche erweitert wurden, welche im Internet erst gar nicht vorkommen können. Neben den privaten A/B/C-Netzen gibt es da noch einiges mehr.

Ebenso gibt es DROP bzw. EDROP-Listen. Das sind IP-Adressen von gekaperten Netzbereichen, professionellen Spammern, Cybercrime-Organisationen usw. EDROP erweitert diese Liste um die noch freien IP-Bereiche. Also ein zusätzlicher Schutz – freie IPs könnten bereits von Dritten gekapert worden sein.

Das ist der Mindestschutz, den eine Firewall bei eingehenden Verbindungen bieten sollte. Was ist, falls man jetzt, wie oben bei einem Webservice gezeigt, den Besucherkreis noch weiter einschränken kann, zum Beispiel auf Deutschland? Selbst das kann eine moderne Firewall filtern: IP-Adress-Bereiche sind an Länder vergeben worden. Dank GeoIP kann eine Firewall nach diesen Länderlisten filtern und entsprechend den Zugang gewähren oder eben verweigern.

Das waren jetzt mal ein paar grundlegende Möglichkeiten, die man hat um „jeder“ zu optimieren. Hier ist noch viel mehr möglich als dieser kurze Artikel im Detail zeigen könnte.

Zusammengefasst: Bei eingehenden Verbindungen von extern sollte man wirklich einen kurzen Moment innehalten und überlegen, ob das wirklich „jeder“ heißen muss. Selbst falls keine Beschränkung via GeoIP möglich sein sollte, so kann man das direkt offensichtliche mit Bogon sowie DROP und EDROP sperren. Für mehr Schutz ihrer Webservices.

Nehmen Sie einfach unverbindlich Kontakt zu uns auf bei Fragen wie man dies mit einer OPNsense Firewall in wenigen Minuten wirkungsvoll umsetzen kann. Und was davon kann Ihre Firewall?

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