ansible und OPNsense

ansible und OPNsense

Automatisierung ist kein Selbstzweck, sie ist eine Haltung: Prozesse so zu gestalten, dass sie reproduzierbar, nachvollziehbar und sicher sind.

Genau das macht ansible so spannend: Kein kompliziertes Framework, keine Klickorgien in irgendwelchen GUIs und Dialogen - nur klarer Code, welcher anstatt dem wie das was passieren soll, beschreibt.

Besonderes daran mag ich:

👉 YAML statt GUI - Automatisierung bleibt lesbar und versionierter. Und dank der Lesbarkeit von YAML ist die Dokumentation des Prozesses ebenfalls bereits erledigt. Sind wir ehrlich: Welcher IT-Admin dokumentiert schon gerne?

👉 Rollen und Playbooks - Struktur statt Chaos. Festgelegte Ablaufpläne sorgen dafür, dass immer alle Schritte ausgeführt werden. Anstatt dem versehentlichen vergessen von Bestandteilen, da diese Aufgabe zwar doch regelmäßig, aber eben nicht täglich ausgeführt wird.

👉 Community Power - fast jedes Problem hat schon irgendjemand mal gelöst. Man findet immer hilfreiche Tipps und Tricks, wenn man selbst mal eben nicht weiterkommt.

Mit ansible lassen sich wunderbar Aufgaben rund um OPNsense automatisieren: Die Grundkonfiguration von neuen Firewall-Systemen, der Abgleich von den Firewall-Aliasen zwischen den einzelnen Firewalls bis hin zur komplexeren Konfiguration der einzelnen Services.

In einer immer komplexer werdenden IT-Welt ist ansible für mich ein Werkzeug, welches Ordnung schafft und mir ein Stück Ruhe zurückgibt - und dabei gleichzeitig Raum für Kreativität lässt.

Steffen Schoch
dsb IT-Services GmbH
Alter Hardware neues Leben schenken

Alter Hardware neues Leben schenken

Immer wieder haben wir die Situation, dass wir alte Firewall-Systeme durch OPNsense ablösen. Sofern die vorhandene Hardware bereits in die Jahre gekommen ist, macht eine Ablösung hochgradig Sinn. Was verhält sich das aber, wenn die momentan laufende Firewall-Hardware erst ein paar Monate alt ist?

Die Anforderungen klären

Natürlich sollte man beachten, dass diese Hardware leistungsfähig genug ist. Allerdings sollte dies der Fall sein, wenn die momentan laufende Firewallumgebung von der Funktionalität her, auf dieser Hardware bereits gut performt. Kommen keine zusätzlichen Anforderungen dazu und passt vor allem die Anzahl der Netzwerkports weiterhin, dann könnte ein Upcycling durch die Installation von OPNsense eine interessante Option sein.

OPNsense läuft auf gängiger x86 Hardware. Vorbereitend sollte man zudem seine Mindestanforderungen abklären. Reicht mir der Funktionsumfang der vorhandenen Firewall aus, stehen die Chancen sehr gut, dass diese Hardware auch weiterhin ausreichend ist. Auch wenn OPNsense bzw. FreeBSD eine große Breite an unterschiedlicher Hardware verwenden kann, kann ein Blick in die Hardwarekompatibilitätsliste nicht schaden. Sollte hier alles passen, steht einer Installation von OPNsense auf dieser Hardware nichts mehr im Wege. Zum einen spart man sich die Kosten einer Neuanschaffung, zum anderen reduziert man auf diese Weise Elektroschrott und agiert im Sinne der Nachhaltigkeit.

Und so kommt es, dass wir bei unseren Kunden und Partnern die unterschiedlichste Hardware sehen, auf welchen heute ein OPNsense zuverlässig seine Dienste verrichtet. Egal ob als Hauptfirewall-System, Notfall-Ersatzgerät oder Übungs- bzw. Testsystem für die IT-Abteilung bzw. der Lehrwerkstatt.

Links zu weiteren Informationen

Hardware-Anforderungen OPNsense: https://docs.opnsense.org/manual/hardware.html
Falls Sie neue Hardware benötigen: https://opnsense.tools/opnsense-hardware/

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Beitragsbild: https://pixabay.com/de/photos/schaltkreis-makro-computer-chip-4448937/

WireGuard via AVM Fritz!Box

WireGuard via AVM Fritz!Box

AVM

Internet in Deutschland ohne AVM Fritz!Box gibt es eigentlich nicht. Unserer Meinung nach völlig zu Recht handelt es sich bei den Routern der Berliner AVM um sehr beliebte Router im privaten Umfeld. Von daher ist es alles andere als verwunderlich, dass man diese Router oftmals im geschäftlichen Umfeld ebenfalls antrifft.

Viele Administratoren betrachten allerdings die Fähigkeiten einer Fritz!Box bei IpSec VPN als eher eingeschränkt. Mit WireGuard hat nun allerdings eine neue, weitere VPN Technik zuletzt in einigen Fritz!Box Modellen Einzug gehalten. Und die funktioniert selbst bei Site-to-Site wunderbar.

 

Eine Verbindung per VPN ist dank WireGuard zwischen einer Fritz!Box und einer OPNsense Firewall nun kein Problem mehr. Eingerichtet wird dies auf Seiten von der Fritz!Box genauso wie in OPNsense so wie in der jeweiligen Dokumentation beschrieben (Links Stand Oktober 2023):

https://avm.de/service/vpn/wireguard-vpn-zur-fritzbox-am-computer-einrichten/dok2/3687_WireGuard-VPN-zwischen-FRITZ-Box-und-anderem-Router-einrichten/

https://docs.opnsense.org/manual/how-tos/wireguard-s2s.html

Der Vollständigkeit wegen noch der Link zu WireGuard allgemein - falls unbekannt:

https://www.wireguard.com/

Fritz!Box

Allerdings gibt es eine Besonderheit auf Seiten der Fritz!Box. Wie in deren Dokumentation zu lesen ist, benötigt die Fritz!Box keine IP-Adresse in einem Transfernetz. Anstatt eines Transfernetzes trägt man an dieser Stelle die interne IP der Fritz!Box mit der zugehörigen Maske ein. Für OPNsense bedeutet dies im Umkehrschluss, dass die Tunnel-Adresse bei der Instanz leer gelassen werden kann. Diese ist, aufgrund des fehlenden Transportnetzes, unnötig. Der Rest wird so eingerichtet, wie dies bei WireGuard üblicherweise gemacht wird.

Zusammengefasst kann man sagen, dass WireGuard und Fritz!Box zusammen wunderbar funktionieren. Eine stabile Verbindung zu einer OPNsense Firewall ist somit in wenigen Minuten eingerichtet. Auch in dieser Kombination spielt WireGuard seine Vorteile wie einfache, schnelle aber sichere Konfiguration selbst bei wechselnden öffentlichen IP-Adressen vollends aus.

 

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Sinnvolles „allow any“

Sinnvolles „allow any“

Sofern ich einen eigenen E-Mail-Server betreibe, habe ich in meiner Firewall eine Regel stehen, die besagt, dass jeder da draußen an meinen E-Mail-Server eine Mail senden darf. Aber nur E-Mail. Das ist ja schließlich kein Webserver und auch kein Datenbankserver. So sind Firewallregeln nun mal, dies ist so allgemein üblich.

Aber warum eigentlich? Wirklich „jeder“ darf an mich E-Mails senden? Und das „jeder“ kann an vielen Stellen hinterfragt werden: Man betreibt einen Webshop ausschließlich für den deutschsprachigen oder vielleicht sogar den europäischen Markt. Warum sollte jemand am anderen Ende der Welt diesen Shop besuchen wollen? Und selbst wenn man für die zu betrachtende Webanwendung keine solchen Einschränkungen treffen kann, dann sollte man trotzdem „jeder“ kritisch hinterfragen.

Zum einen sollte man den Bereich der „Bogon“ Adressen ausschließen. Das sind Adressen, die im Internet an niemanden vergeben wurden und welche für Firewalls häufig um die Bereiche erweitert wurden, welche im Internet erst gar nicht vorkommen können. Neben den privaten A/B/C-Netzen gibt es da noch einiges mehr.

Ebenso gibt es DROP bzw. EDROP-Listen. Das sind IP-Adressen von gekaperten Netzbereichen, professionellen Spammern, Cybercrime-Organisationen usw. EDROP erweitert diese Liste um die noch freien IP-Bereiche. Also ein zusätzlicher Schutz – freie IPs könnten bereits von Dritten gekapert worden sein.

Das ist der Mindestschutz, den eine Firewall bei eingehenden Verbindungen bieten sollte. Was ist, falls man jetzt, wie oben bei einem Webservice gezeigt, den Besucherkreis noch weiter einschränken kann, zum Beispiel auf Deutschland? Selbst das kann eine moderne Firewall filtern: IP-Adress-Bereiche sind an Länder vergeben worden. Dank GeoIP kann eine Firewall nach diesen Länderlisten filtern und entsprechend den Zugang gewähren oder eben verweigern.

Das waren jetzt mal ein paar grundlegende Möglichkeiten, die man hat um „jeder“ zu optimieren. Hier ist noch viel mehr möglich als dieser kurze Artikel im Detail zeigen könnte.

Zusammengefasst: Bei eingehenden Verbindungen von extern sollte man wirklich einen kurzen Moment innehalten und überlegen, ob das wirklich „jeder“ heißen muss. Selbst falls keine Beschränkung via GeoIP möglich sein sollte, so kann man das direkt offensichtliche mit Bogon sowie DROP und EDROP sperren. Für mehr Schutz ihrer Webservices.

Nehmen Sie einfach unverbindlich Kontakt zu uns auf bei Fragen wie man dies mit einer OPNsense Firewall in wenigen Minuten wirkungsvoll umsetzen kann. Und was davon kann Ihre Firewall?

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