IoT-Suchmaschinen

IoT-Suchmaschinen

Shodan, Censys und Co.: Wisst ihr eigentlich wie exponiert die eigene IT-Infrastrukur wirklich ist?

IoT-Suchmaschinen durchsuchen kontinuierlich das gesamte Internet und katalogisieren sämtliche, erreichbaren Geräte: Webserver, Mailserver, Router, Firewalls, Kameras und vieles mehr.

Für Sicherheitsteams sind das wertvolle Werkzeuge zur eigenen Angriffsflächen-Analyse. Für Angreifer sind diese mindestens genauso wertvoll - nur andersherum.

Warum das ein echtes Risiko ist:

👉 Automatisiertes Scannen macht Verstecken unmöglich. Jedes offene System wird gefunden und anhand seiner Signatur indiziert.

👉 Bekannte Schwachstellen in exponierten Geräten sind leichte Beute. Wird eine CVE veröffentlicht, hat man in wenigen Minuten eine Liste mit betroffenen, öffentlich erreichbaren Geräten.

👉 Fehlkonfigurationen werden sofort sichtbar. Offene Admin-Interfaces, Default-Logins, ungepatchte Firmware - all das lässt sich gezielt filtern, ganz ohne eigenen Scanning.

Und was sollte man daraus mitnehmen?

✅ Regelmäßig die eigene Angriffsfläche prüfen - bevor es jemand anderes tut.

✅ Management-Interfaces grundsätzlich nicht öffentlich stellen.

✅ Patch-Management konsequent umsetzen.

✅ Default-Zugangsdaten sowie Standard-Ports konsequent ändern.

Die unbequeme Wahrheit ist: Wenn Dein System über eine IoT-Suchmaschine auffindbar ist, weißt das nicht nur Du - sondern auch jeder andere, der danach sucht.

Wir helfen Ihnen diese Werkzeuge effektiv als Teil des Security-Monitorings zu verwenden.

WordPress und WooCommerce

WordPress und WooCommerce

Wer von euch nutzt WordPress? Oder hat sogar ein WooCommerce Webshop auf WordPress am Laufen? Unterschiedlichen Quellen nach laufen momentan etwas über 40 % aller Webseiten auf WordPress. Bei den Webshops sind die Zahlen etwas schwankender: Hier sind es wohl 24 - 39 % aller Webshops, welche mit WooCommerce auf WordPress betrieben werden. Die Zahl schwankt, je nachdem ob man die Anzahl aller Shops oder nur die aktiven, verkaufenden Shops zählt.

Egal, die Aussage ist ziemlich eindeutig: Bei Webseiten sind wir bei irgendwo zwischen einem Drittel und der Hälfte, bei Webshops dürften es mindestens ein Viertel sein, welche auf WordPress laufen. Wer also gerade eine neue Webseite erstellt oder seine vorhandene Seite auf eine neue Plattform migrieren will, wird, sofern er nicht bereits pro WordPress entschieden hat, zumindest darüber nachdenken auf WordPress zu setzen bzw. zu wechseln.

Bei der Menge sollte klar sein, dass das Admin-Panel ein Lieblingsziel von Angreifern ist. Dabei passieren die meisten Hacks nicht wegen irgendwelcher komplexer Zero-Days, sondern durch einfache Versäumnisse: schwache Passwörter, veraltete Plugins und eine Login-Seite, welche jeder Bot kennt.

✅ Natürlich sind wir alle pflichtbewusst und verwenden nur Plugins aus verlässlichen Quellen und spielen sämtliche Updates regelmäßig ein.

Das hilft aber nicht, bei schwachen Passwörtern oder, wenn die Admin-Zugänge auf Passwortlisten im Internet verfügbar sind.

✅ Schon einmal über MFA nachgedacht? Dass, was dein VPN, dein Bankkonto usw. absichert, kann auch WordPress sichern.

🎯 Ein Punkt wird aber häufig übersehen: Eine Login-Seite, welche jeder Bot kennt. Viele Angriffe auf WordPress laufen im ersten Schritt automatisch via Bot ab. Du hast Zugriff auf deinen Webserver? Dann ändere doch die Login-Seite auf eine andere URL. Dir fehlt der Zugriff oder das ist zu kompliziert? Es gibt WordPress-Plugins, welche die Login-Seite auf jede andere beliebige URL umziehen lassen.

💡 Ich selbst gehe oftmals noch einen Schritt weiter - egal ob per Reverse Proxy auf zum Beispiel einer OPNsense Firewall oder via dem Webserver selbst: Man kann den Zugriff beschränken, in dem man eine zusätzliche Authentifizierung vorschaltet. Selbst wenn ein Bot die Login-Seite finden würde, so scheitert er an dieser zusätzlich eingefügten Hürde.

👉 Für einen geübten Admin sind das keine 10 Minuten Einrichtungsaufwand, mit welcher ihr das Risiko um über 90 % reduzieren könnt. Und das war nur ein einfaches Beispiel - OPNsense kann noch viel mehr bieten als das hier gezeigte.

PS: WordPress war nur ein Beispiel. Das funktioniert sinngemäß bei vielen anderen Webplattformen genauso.

#WordPress #WooCommerce #CyberSecurty #WebSecurity #OPNsense

DNS4EU

DNS4EU

Vor fast einem Jahr, nämlich am 9.6.2025, ging der öffentliche DNS-Resolver von DNS4EU online. Damit hat Europa einen eigenen, zentralen DNS-Resolver - mit Fokus auf Datenschutz, Sicherheit und Resilienz.

🇪🇺 Datenverarbeitung nach EU-Richtlinien und -Standards

🔐 Schutz vor ungewollten Inhalten

🌐 Schutz von kritischer Infrastruktur

🛡️ Reduzierung von Abhängigkeiten

Doch halt: Schutz? Wie soll das bitte funktionieren? Das funktioniert eigentlich genauso, wie man es von DNS-Blacklists oder Systemen wie dem weitverbreiteten Pi-hole kennt. Die DNS4EU Server gibt es in mehreren Geschmacksrichtungen:

🔓 Komplett ungefiltert

🥽 Protective: Schutz vor Malware, Phishing, Betrugs- und Fraud-Seiten

👩‍👧 Protective + Child Protection: Zusätzlicher Schutz gegen jugendgefärdende Inhalte

🪧 Protective + Ad Blocking: Zusätzlicher Werbefilter

🎯 Protective + Child Protection + Ad Blocking: Alles in einem

Es gibt also in Europa einen freien, sicheren und DSGVO-konformen DNS-Resolver als Alternative zu den großen Anbietern.

Wie plant ihr die Verwendung des DNS4EU DNS-Resolvers?

Steffen Schoch

Weitere Informationen rund um das DNS4EU Projekt können auf der offiziellen Homepage nachgelesen werden. Mit diesem Link geht es direkt zum öffentlichen DNS-Resolver: https://joindns4.eu/for-public.

Steffen Schoch
DNS Sicherheitsspezialist, dsb IT-Services GmbH
Ersetze den Internet-Router

Ersetze den Internet-Router

Ich wollte meinen heimischen Internet-Router loswerden. Nicht, weil der schlecht oder bekannt für Schwachstellen wäre: Es war mehr dem "ich will das jetzt wissen, wie es geht" geschuldet. Und was soll ich sagen? Es fühlt sich gut an 🙂

Ich habe auf meinem Router so ziemlich alle Funktionen genutzt: Einwahl ins Glasfaser-Internet, die NAS zur Datenablage sowie die Telefonanlage für die Telefone im Haus. Einen Vorteil hatte ich sicherlich: Hier läuft bereits ein kleiner Home-Server mit Virtualisierung, eine geeignete Hardware für die Firewall war bereits vorhanden. Und was habe ich konkret gemacht?

💡 Das Routing sowie die Einwahl ins Internet mach jetzt eine OPNsense Firewall.

💡 Die NAS-Funktionalität wurde durch openmediavault ersetzt.

💡 Für die Telefonie verwende ich eine IPTAM Telefonanlage.

OPNsense und openmediavault sind Open Source und frei verfügbar, die IPTAM Telefonanlage kann für 5 Benutzer kostenfrei eingesetzt werden.

Welche Mehrwerte habe ich dadurch?

🎯 Statt eines einfachen Internet-Routers habe ich jetzt eine vollwertige Firewall mit den kompletten Schutzmechanismen, welche diese bietet.

🎯 Die NAS ist viel flexibler einstellbar als die integrierte Lösung im Router. Dazu hat sie einen deutlich größeren Funktionsumfang, welcher uns zusätzliche Möglichkeiten eröffnet.

🎯 Ebenso die Telefonanlage: Dank der IPTAM haben wir neue Möglichkeiten, welche vorher undenkbar waren.

Wir sind mit der Lösung super zufrieden. Der Internet-Router war sicherlich gut, gar kein Thema. Nur haben wir jetzt viel mehr Möglichkeiten als vorher und alles wirkt einfach, professioneller und sicherer.

Lasst und das Ganze mal aus einem anderen Blickwinkel betrachten: Bisher war ich auf meinen Internet-Router angewiesen - von dieser Abhängigkeit habe ich mich gelöst. Meine Erfahrung zeigt, dass viele Personen oder sogar Firmen, sich über diese Abhängigkeiten gar nicht bewusst sind. Oder die Abhängigkeit hinnehmen, da sie vordergründig Alternativen übersehen. Dabei gibt es, wenn man mal etwas genauer hinschaut, oftmals wirklich gute und funktionierende Lösungen.

Welches System würdest Du gerne ablösen?

PS: Die KI meinte, dass ich wie auf dem angefügten Bild ausgesehen haben muss. Und, dass jeder natürlich unbedingt im Privathaushalt einen 19" Serverschrank braucht 😉

VPN aber richtig

VPN aber richtig

Sehr oft sehe ich Fälle wie diese: fürs VPN gibt es lediglich eine Firewall-Regel, welche alles erlaubt. Beim WAN hingegen ist alles ausgeklügelt bis ins letzte Detail. VPN sei ja schließlich sicher. Ja, ist es - bei der Übertragung. Das ist allerdings keine Aussage über die Verbindung. VPN verschlüsselt nur, hat allerdings keine Zugriffspolitik. Die Firewall muss festlegen, welcher VPN-Client wohin darf.

👉 Sollte es jemand schaffen, einen VPN-Zugang zu kompromittieren, kann er sich frei und uneingeschränkt in Deinem Netz bewegen.

👉 Über infizierte Endgeräte kann sich Ransomware ungehindert verbreiten.

👉 Wenn man schon einmal im Netz drin ist, lassen sich bekannte CVEs viel leichter ausnutzen. Man erreicht Systeme, welche vorher unerreichbar waren.

Bei eigenen Mitarbeiter bzw. Kollegen hat man die Endpunktkontrolle selbst in der Hand - aber bei Verbindungen zu Geschäftspartnern nicht. Warum glaubst Du, dass dort nicht ebenfalls mal Fehler passieren können?

🎯 Ein VPN ohne restriktive Firewall-Regeln ist kein sicherer Fernzugriff, es ist ein direkter Eintrittspunkt in Dein LAN.

Wieder sind es die üblichen Punkte, welche Dein VPN sicherer machen:

🛡️ Segmentierte Netze trennen Systeme und ermöglichen Filterung.

🛡️ Least-Privilege-Regeln damit wirklich nur das erreicht werden kann, was wirklich benötigt wird.

🛡️ MFA und starke Authentifizierung um die Kompromittierung des VPNs zu erschweren.

🛡️ Monitoring und Logging damit Du stets den Überblick behältst.

Wie sicherst Du Deine VPN-Verbindungen?

Sichere VPN‑Firewall‑Regeln sind kein technisches Detail, sondern ein Risikofaktor für das gesamte Unternehmen. VPN verschlüsselt nur den Transport – nicht den Zugriff. Segmentierung und restriktive VPN‑Policies sind heute Pflicht, nicht Kür.

Steffen Schoch
dsb IT-Services GmbH